• Salam Alaikum & Herzlich Willkommen

    Eine Autostunde westlich von Köln in der Eifel besteht seit 20 Jahren die Osmanische Herberge, ein Haus der offenen Türen und des spirituellen Lernens in der Tradition einer Sufi Dergah.

  • Spiritualität leben

    Menschen aus aller Welt kommen regelmäßig zusammen, um in der Gemeinschaft aufzutanken, gemeinsam zu Essen und Allah zu gedenken, so wie es Sufi-Meister Scheikh Nazim empfohlen hat.

  • Gemeinsam beten

    In unserer Moschee sind Muslime und andersgläubige Menschen jeder Zeit herzlich willkommen. Die Zeiten für die gemeinsamen Gebete und das Juma (Freitagsgebet) findet ihr hier.

  • Gut essen

    In unserem Restaurant "Derwisch" erwarten euch orientalische Spezialitäten und Halal Essen.
    Mehr zu Angeboten und Öffnungszeiten....

  • SufiSoul Festival

    Zum 18.mal hat in diesem Jahr das zweitägige "SufiSoul" Weltmusik Festival in der Osmanischen Herberge stattgefunden. Festival-Infos und weitere Konzerttermine findet ihr hier.

  • Wintercamp / Neujahrstreffen

    Ein buntes Programm wartet auf euch beim diesjährigen Wintercamp. Gekrönt wird es vom großen Europäischen Naqshbandi Treffen am Neujahrsabend. Mehr erfahren.

  • Koran studieren

    Für alle, die den heiligen Koran erlernen und studieren möchten bieten wir im Zentrum kostenlosen Koran Unterricht an. Mehr erfahren über die Koran Schule.

  • Ehe schließen

    Wer heiraten möchte, dem stehen in unserer Herberge alle Tür offen. Wir laden euch ein, mit uns zu feiern. Mehr lesen über muslimische Festtage und Hochzeiten.

  • Natur erleben

    Der Nationalpark Eifel lädt ein in die Natur - Familien mit Kindern sind uns herzlich Willkommen!
    Informationen zu Anfahrt, Übernachtung und Ausflugszielen in der Nähe findet ihr hier.

Javascript deaktiviert - zur optimalen Seitendarstellung bitte in den Browsereinstellungen aktivieren!
Aktuelle Termine:

    Scheikh Hassan - der Gründer und Imam der Herberge

    Der Gründer der Osmanischen Herberge in Kall und regionales Oberhaupt der Gemeinschaft ist Scheikh Hassan, "der schreckliche", wie er selber gerne schmunzelnd hinzufügt, denn diesen Bei-Namen bekam er von seinem als humorvoll bekannten Lehrer Scheikh Nazim höchstpersönlich verliehen.

    Auf dieser Seite wollen wir einige Stationen aus Scheikh Hassans Geschichte vom christlich erzogenen Kind aus dem nach-kriegs West-Berlin zum Imam der Moschee und Leiter der Sufi-Dergah in der Eifel berichten - in der Absicht, dem neugierigen Leser (und natürlich der Leserin) eine erste Idee zu vermitteln, was in der Osmanischen Herberge vor sich geht, und vielleicht beim ein oder anderen das Bedürfnis zu wecken diesen spannenden Menschen einmal kennen zu lernen.

    Scheikh Hassan selber würde als "Leiter der Herberge" angesprochen eher abwinken und ist kein Freund von wichtigen Titeln, sondern würde sich selber eher als einen beschreiben, der sich lediglich bemüht, dem unerreichbaren Vorbild seines Lehrers Scheikh Nazim zu folgen, und dessen Auftrag, dass Zentrum zu betreiben, zu erfüllen.

    So sagt er selber, wenn er in den Sohbet-Versammlungen zu der Gemeinschaft spricht:

    "Die Leute hier nennen mich immer Scheikh, dabei bin ich auch nur einer, der darauf hofft und darum bittet, von meinem Scheikh gute Inspirationen zu bekommen, was ich jetzt gleich sagen soll."

    Vielleicht ist es die besondere Art, in der Scheikh Hassan einerseits den Glauben ernstnimmt und vorlebt, und gleichzeitig nicht ohne Selbstironie und Humor die eigenen Schwächen eingesteht und Fragen anderer versteht und beantwortet, die ihn in der Gemeinschaft so beliebt sein lassen.

    Es darf ruhig laut gelacht werden, wenn er zum Beispiel über die Schwierigkeiten spricht, sein Gebet mit der gebotenen Aufmerksamkeit zu verrichten. Dazu schauspielert er dann gern ein kleine Sequenz, wie dem bemühten Schüler die Gedanken im Gebet doch zu den Dingen des Alltags abwandern, bis er nach der dritten Verbeugung im Gebet feststellt, dass er den Faden verloren hat und nicht mehr weiss, ob jetzt noch eine oder zwei Verbeugungen zu folgen haben.

    Mit dieser Form, den Glauben, nicht aber sich selber zu ernst zu nehmen und einem reichen Schatz an lustig-lehrreichen Geschichten (die er am liebsten bei einem Mate-Tee erzählt) gelingt es ihm auf besondere Art, den Zuhörern die Ohren und Herzen zu öffnen, und auf eine neue Weise über sich selber nachzudenken.

    In der Osmanischen Herberge ist er fast täglich anzutreffen, um die Gebete und den Dhikrullah mit der Gemeinschaft zu verrichten und alle möglichen Fragen der Menschen zu beantworten. Daneben ist er trotz seines fortschreitenden Alters noch sehr viel auf Reisen, bei denen er Seminare gibt, Vorträge hällt und Menschen zum gemeinsamen Dhikr und zum Islam einlädt.

    Dabei nutzt der ausgebildete Cellist gerne die Musik, um mit dem Publikum eine gemeinsame Schwingung zu erzeugen, und ist seit vielen Jahren mit seinem sich stetig wandelnden Ensemble "Muhabbat Caravan" international unterwegs.

    Scheikh Hassan ist einer der wenigen deutsch-stämmigen Imame (Moschee-Vorsteher) in Deutschland, wo in Moscheen häufig aus dem Ausland "importierte" Imame anzutreffen sind - was leider für den Austausch zwischen Moschee und deutscher Gesellschaft nicht immer hilfreich ist.

    Da Scheikh Hassan unter anderem in Medina und Damaskus Arabisch, den Koran und das Leben des Propheten Mohammed sallallāhu 'alayhi wa sallam (Friede und Segen Allahs auf ihm) studiert hat, ist er auch bei Muslimen aus traditionell islamischen Ländern anerkannt, so dass in der Osmanischen Herberge Muslime aus allen erdenklichen Ländern zum Gebet zusammen kommen.
    Auch dies ist in Deutschland nicht der Normalfall, und führt nicht selten dazu, dass Scheikh Hassan bei einer Veranstaltung wie z.B. dem Juma (Freitagsgebet) Deutsch, Englisch und Arabisch spricht um von allen Anwesenden verstanden zu werden.

    Scheikh Hassans Zeit ist dem Gottesdienst und dem Dienst an der Gemeinde gewidmet, einen "Freizeitmodus" von diesen Aufgaben kennt er nicht. Dabei unterstützt wird er seit 1975 von seiner ebenfalls deutsch-stämmigen Ehefrau Hadja Karima, die mit ihm gemeinsam Schülerin bei Scheikh Nazim war, und deren Ehe mit fünf Kindern und zahlreichen Enkelkindern gesegnet ist.

    Biografie im Überblick

    1946
    Geboren als Peter Christian Dyck in West-Berlin als Sohn einer holländischen Opernsängerin und einem deutschen Kaufmann
    1966
    Studium an der Berliner Musikhochschule, Schwerpunkt Cello
    1970
    Auslands-Studium in Indien, erste Kontakte zu indischer Musik und Spiritualität
    1975
    Nach intensiver Suche im wilden Berlin der 70er Jahre schließt sich Peter Dyck der Sufi-Gemeinschaft des Meisters Omar Ali Shah an, nimmt den Islam und seinen Namen Hassan an und heiratet
    1978
    Umzug der Familie Dyck nach Medina (SaudiArabien), erste Hadj und einjährige arabisch und Koran Studien
    1979
    Familie Dyck zieht um nach Damaskus, Syrien, um dort bei Scheikh Nazim zu leben und zu lernen
    1984
    Umzug mit Scheikh Nazim in dessen Heimat im türkischen Teil der Insel Zypern. Während der Zeit mit Scheikh Nazim begleitet Scheikh Hassan diesen als enger Begleiter bei zahllosen Reisen nach Europa, wo Scheikh Nazim den Menschen den Weg des Sufismus näher bringt
    1985
    Rückkehr der Familie Dyck nach Deutschland - Scheikh Hassan verdient den Lebensunterhallt für seine Familie als Handelsvertreter, und organisiert als einer der Ersten Überland-fahrten von Deutschland zu den heiligen Städten in Mekka und Medina. So vollzieht er in den Jahren zwischen 1988 und 1999 ganze zehn mal die Pilgerfahrt Hadj als Reiseleiter.
    1995
    Gründung der Osmanischen Herberge als Sufi Zentrum für Nordeuropa, zeitgleich beginn der eigenen Reisen durch Europa, Nordafrika und Südamerika um über den Weg der Sufis zu berichten und mit Vorträgen und Musik die Menschen zu erreichen. In der Folgezeit entstehen auch mehrere, im Selbstverlag veröffentlichte CDs seines Musik-Ensembles "Muhabbat Caravan".


    Kontakt
    Telefon: 02441 - 770783
    Email: hassandyck(at)osmanische-herberge.de